Schulprogramm

1. Fortschreibung
Stand : Dezember 2005

Inhalt

SCHULDARSTELLUNG

I. Bildung und Erziehung an unserer Schule

1.1 Allgemeine pädagogische Ziele
1.1.1 Persönliche Kompetenz
1.12 Sozialkompetenz
1.1.3 Schulsozialarbeit
1.1.4 Trainingsraum
1.2 Ziele der unterrichtlichen Arbeit
1.2.1 Fachkompetenz
1.2.2 Methodenkompetenz
1.2.3 Medienkompetenz

II. Realisierung unserer Ziele

2.1 In der Erprobungsstufe
2.2 In der Differenzierung
2.3 Bei der Berufswahlvorbereitung
2.3.1 Allgemeines
2.3.2 Klasse 8
2.3.3 Klasse 9
2.3.4 Klasse 10
2.4 In Aktionen, Veranstaltungen und Einrichtungen
2.4.1 Schülerbücherei
2.4.2 Klassenfahrten und Wandertage
2.4.3 Thementage/Projekte
- Leseförderung
- Mädchen- und Jungenprojekttage
- Woche des freundlichen Miteinanders
- Aktion saubere Schule
- Gesundheitserziehung
2.4.4 Wettbewerbe und Wettkämpfe
2.4.5 Religiöses Schulleben
- Schulgottesdienste
- Tage religiöser Orientierung
2.4.6 Schüleraustausch mit Lessay

III. Miteinander - in Vertrauen und Verantwortung -

3.1 Kooperation von Schülern - Eltern - Lehrern
3.2 Schülerengagement
3.3 Elternengagement

PLANUNG DER SCHULENTWICKLUNG

I. Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit

1.1 Geplante Entwicklungsprozesse des Schulprogramms
von Januar 2003
1.2 Weitere Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit
1.3 Fortbildung

II. Entwicklungsziele
III. Arbeitsplan
VI. Fortbildungspalnung
V. Planungen zur Evaluation

Präambel

In der sich schnell verändernden Welt wandelt sich auch die Lebens- und Lernsituation für unsere Schülerinnen und Schüler in immer kürzerer Zeit. So sind auch künftige Anforderungen an Wissen und Fertigkeiten unserer Abschluss-Schülerinnen und Abschluss-Schüler weniger sicher vorauszusagen. Die Qualität von Lernstoff und Schulwissen muss auf Nachhaltigkeit befragt werden. Es gilt Schlüsselqualifikationen zur Zukunftsbewältigung zu vermitteln. Dies sehen wir an der Städtischen Realschule Ennigerloh als Auftrag und Chance zugleich.
Richtlinien und Lehrpläne bilden für die Schulen den verbindlichen Rahmen für Unterricht und Erziehung in Verantwortung.
Wir, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern, sind eine Gemeinschaft, die einen großen Teil des Tages an unserer Realschule miteinander verbringt. Schule ist aus unserer Sicht nicht nur Wissensvermittler, sondern Lebensraum, in dem Gemeinschaft positiv erlebt werden soll. Wir wollen unser Zusammenleben so gestalten, dass wir gerne in die Schule kommen, Kenntnisse in vielen unterschiedlichen Bereichen erwerben und den Umgang mit anderen Menschen lernen. Hierbei ist jeder als Teil der Gemeinschaft wichtig und sollte aktiv am Schulgeschehen teilnehmen und unser Schulleben mitgestalten.
Dieses Zusammenleben kann jedoch nur gelingen, wenn jeder weiß, welche Rechte und Pflichten er hat, und bereit ist, Verantwortung für ein lebendiges und faires Miteinander zu übernehmen.
Auf der Grundlage der von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern verabschiedeten und von allen zu unterschreibenden Schulvereinbarung bemühen wir uns, Gemeinschaft positiv zu vermitteln und zu erleben.
In diesem Schulprogramm wollen wir, die am Schulleben der Städtischen Realschule Beteiligten, unsere Erziehungs- und Bildungsziele deutlich machen. Dieses Schulprogramm soll die unterschiedlichen Schwerpunkte unserer Arbeit widerspiegeln und ein Beleg der im Konsens formulierten verbindlichen Absichten sein. Dabei wollen wir uns bewusst den besonderen Bedingungen und Erfordernissen widmen, die unser soziales Umfeld und der hiesige Wirtschaftsraum erfordern. Dem fühlen wir uns verpflichtet, um demokratisch Schule zu leben und zu praktizieren.

SCHULDARSTELLUNG

1.1 Allgemeine pädagogische Ziele

1.1.1 Persönliche Kompetenz

An unsere Schülerinnen und Schüler werden täglich die unterschiedlichsten Anforderungen gestellt. Ein Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, den Schülerinnen und Schülern im Erleben von Erfolg und in der Bewältigung von Misserfolg eine realistische Wahnehmung der eigenen Möglichkeiten zu eröffnen, die die Grundlage der höchstmöglichen Steigerung des eigenen Könnens auf bestimmten Gebieten darstellt. Wir fördern dabei die Interessenentwicklungen der Schülerinnen und Schüler und versuchen, sie bei der Entwicklung zu einer selbstbewussten Persönlichkeit zu unterstützen und sie optimal auf den späteren beruflichen Alltag vorzubereiten.
Heute muss der eigene Lebensweg schon früh durch eigenverantwortliches Handeln geplant und organisiert werden. Auch deshalb sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich eigene Ziele zu setzen, die sie durch Ausdauer, Beständigkeit, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erreichen können.
Eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung setzt bei jeder Schülerin und jedem Schüler ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit voraus. Diese Persönlichkeitsmerkmale gilt es stärker zu unterstützen und zu fordern, sowohl durch Übernahme von Aufgaben in unserem Schulleben, als auch durch verstärkte Aufforderung im Fachunterricht, Lernprozesse selbstständig zu steuern und Problemlösungen eigenständig zu finden.
Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler auch vermehrt Teamarbeit als unterstützende und innovative Kraft kennen lernen und anwenden.

1.1.2 Sozialkompetenz

Auf die Aneignung und den Aufbau sozialer Kompetenzen wird an unserer Schule besonderer Wert gelegt. Durch gezielte Aktivitäten sollen soziale Erfahrungen ermöglicht werden. Vor allem steht die Achtung der Freiheitsrechte des Einzelnen in sozialer Verantwortung im Vordergrund, die die Grundlage unseres demokratischen Zusammenlebens bilden. Weiterhin wenden wir uns innerhalb und außerhalb von Unterricht aktiv gegen Einstellungen, die das demokratische und friedfertige Zusammenleben in unserer Gesellschaft beeinträchtigen (Gewaltbereitschaft, Rechtsextremismus).
Durchgeführt werden auch Projekte, die die gesellschaftliche Verantwortungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler stärken. Hier liegt ein Schwerpunkt in der Rücksichtnahme auf die Umwelt (aktive Mithilfe der Klassen bei der Müllbeseitigung und beim Energiesparprojekt.
Konflikte sind in unserem Schulalltag nicht vermeidbar, es gilt jedoch einen angemessenen Umgang damit auszuüben. Hier sind Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler gefordert. Das Ansprechen von Konflikten, das Durchspielen und Versprachlichen von Konfliktsituationen und das Einüben von Konfliktlösungsstrategien wird im Fachunterricht geleistet. Außerhalb des Unterrichts sind nicht nur die Lehrerinnen und Lehrer diejenigen, die eingreifen sollten, wenn Konflikte entstehen. Schülerinnen und Schüler, vor allem die der oberen Klassen, sollten selbst die Aufgabe übernehmen, Konflikte zu bewältigen. Aus diesem Grund beginnt in diesem Schuljahr die Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Streitschlichtern.
Auch für den beruflichen Erfolg sind soziale Kompetenzen in zunehmendem Maße entscheidend. Es ist wichtig, die Schülerinnen und Schüler auf die im Berufsleben geforderte Fähigkeit zur Teamarbeit/Kooperation vorzubereiten. Einen Beitrag dazu leistet die im Unterricht durchgeführte Partner- und Gruppenarbeit sowie teamorientierte Projektarbeit.

1.1.3 Schulsozialarbeit

Eine von der Stadt Ennigerloh angestellte Schulsozialarbeiterin unterstützt seit dem Schuljahr 2003/04 unsere Realschule mit 12 Unterrichtsstunden pro Woche. Es handelt sich hierbei um eine unbefristete Stelle, was ein langfristiges Arbeiten und Planen an verschiedenen Projekten ermöglicht. Die Beratungslehrerin der Schule und die Schulsozialarbeiterin arbeiten eng zusammen.

Die folgenden Aufgaben fallen in ihren Tätigkeitsbereich:

Soziales Lernen
In der Jahrgangstufe 5 findet wöchentlich eine Unterrichtsstunde “Soziales Lernen” statt. Hier werden im Klassenverband Spiele und Übungen zum Kennenlernen und zum angemessenen Sozialverhalten durchgeführt. Diese Stunden sind fest im Stundenplan verankert. Die Klassen erarbeiten im weiteren Verlauf der Sozialstunden verbindliche Klassenregeln, auf deren Einhaltung sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer achten. Auf diese Weise wird ein eigenverantwortliches Handeln gefördert. Wichtig ist dabei , Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler zu stärken, denn häufig ist ein Mangel an diesen Eigenschaften die Ursache für ein auffälliges Verhalten.
In den höheren Klassenstufen, ab Klasse 7, kommt es manchmal zu massiven Konflikten im Klassenverband. In solchen Fällen wird eine Soforthilfe eingeleitet, indem mit den Klassen anhand unterschiedlicher Methoden an der konkreten Situation gearbeitet wird. Auch hier steht die Kompetenz zum selbstständigen Lösen von Konflikten im Vordergrund, Hilfe zur Selbsthilfe wird angeboten.

Einzelfallhilfe
Die Schulsozialarbeiterin verfügt über ein eigenes Büro, um dort ungestört Einzelgespräche führen zu können. Schülerinnen und Schüler kommen mit ihren ganz persönlichen und individuellen Problemen zur Beratung.
Manchmal können Probleme nicht an einem Tag gelöst werden, was mehrere Beratungen erforderlich macht. So werden kleine Zwischenschritte erarbeitet, um die Ressourcen der Schülerinnen und Schüler zu nutzen und die Selbsthilfekompetenz zu fördern.

Elternberatung
Auch die Eltern kommen in die Beratung. Arbeitslosigkeit ode Partnerschaftskonflikte über- lagern oft die Probleme ihrer Kinder. In Gesprächen kann erreicht werden, dass Eltern ihre Kinder aus einer neuen Perspektive betrachten. Sie werden durch diese Gespräche motiviert, auch mit ihren Kindern wieder ins Gespräch zu kommen. Denn ein häufiger Auslöser für Konflikte sind Missverständnisse durch mangelnde Kommunikation in den Familien.
Nach vorheriger Absprache nimmt die Schulsozialarbeiterin auch an den Elternabenden und an Klassenpflegschaftstreffen teil. Eltern können auch den Elternsprechtag nutzen, um sich beraten zu lassen.
Darüber hinaus finden Themenabende für Eltern statt. Hier können sich Eltern unverbindlich Informationen zu verschiedenen Bereichen einholen wie z.B. “Gewalt in Schule und Familie, Suchtprävention, Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen.” Diese Abende werden auch in Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Hauptschule angeboten.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Beratungslehrerin und Schulsozialarbeiterin arbeiten mit verschiedenen Institutionen des Kreises Warendorf zusammen. Unter anderem besteht eine enge Kooperation zwischen Jugendamt und Schule, der Caritas Beratungsstelle Neubeckum, der Fachstelle für Suchtprävention in Ahlen. Des Weiteren wird im Bereich der Mädchenarbeit mit der “In Via” Mädchensozialarbeit und der Geleichstellungsbeauftragten der Stadt Ennigerloh zusammengearbeitet. Im Bedarfsfall besteht eine Zusammenarbeit mit Jugendhilfeeinrichtungen und Vereinen hier im Kreis.

Zusammenarbeit und Austausch mit dem Kollegium
Zwischen Lehrerinnen und Lehrern sowie der Schulleitung und der Schulsozialarbeiterin besteht ein gleichberechtigtes Arbeitsverhältnis. Die Beobachtungen der Lehrerinnen und Lehrer sind für die sozialarbeiterische Tätigkeit besonders wichtig. Oftmals machen Lehrpersonen auf Probleme oder Störungen aufmerksam und gemeinsam wird eine Lösung erarbeitet. Die Sozialarbeiterin nimmt an Lehrer- und Schulkonferenzen sowie an pädagogischen Besprechungen und Konferenzen teil.

1.1.4 Trainingsraum

Unterrichtsstörungen stellen das größte Hindernis für Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Bemühungen, sowohl guten Unterricht zu verwirklichen als auch ihre Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, sich rücksichtvoll zu verhalten und die Rechte anderer zu respektieren.
Unterrichtsstörungen und die sich anschließenden Maßnahmen der Lehrerinnen und Lehrer können bis zu 60% einer Unterrichtsstunde ausmachen.
Deshalb haben sich die Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule entschieden, die Eigenverantwortung der Schülerinneen und Schüler zu fördern und sie darin zu unterstützen, ihr störendens Verhalten einzustellen.
Dazu gehört zunächst das Aufstellen von Regeln und ihre Einhaltung. Gibt ein Schüler zu erkennen, dass er diese Regeln, die dem störungsfreien Ablauf der Unterrichtsstunde dienen, nicht einhalten kann, benötigt er Unterstützung, um alternative Verhaltensmuster zu lernen. Das Nach- und Durchdenken des eigenen Störverhaltens ist Sinn und Zweck des Aufenthaltes im Trainingsraum für eigenverantwortliches Denken.
Wenn Schüler den Unterricht stören, werden sie gemäß den Regeln des Trainingsraumprogramms zu einer Entscheidung aufgefordert: künftig störungsfrei am Unterricht teilzunehmen oder in den Trainingsraum zu gehen und über ihr Störverhalten nachzudenken. In diesem Trainingsraum erstellen sie mit Hilfe einer dort anwesenden Lehrkraft einen Plan, wie sie in Zukunft ohne zu stören am Unterricht teilnehmen wollen.
Wir erwarten vom Trainingsraum-Programm eine Verbesserung des Klassen- und Schulklimas. Schülerinnen und Schüler sollen ein Gespür für Selbstverantwortung und eigenverantwortliches Handeln entwickeln. Die Verantworungsübernahme beinhaltet die Einsicht, dass Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler sowohl Rechte als auch Pflichten haben:
1. Jede Schülerin, jeder Schüler hat das Recht auf einen guten
Unterricht und die Pflicht, diesen störungsfrei zu ermöglichen
2. Jede Lehrerin, jeder Lehrer hat das Recht auf einen störungsfreien
Unterricht und die Pflicht, diesen zu gewährleisten.
3. Rechte und Pflichten müssen von allen gewahrt, respektiert und
erfüllt werden.
Sobald Schülerinnen und Schüler gelernt haben, Verantwortung für sich und ihr Handeln zu übernehmen, können sie mit dieser Fähigkeit auch in der Freizeit Probleme besser bewältigen.

1.2. Ziele der unterrichtlichen Arbeit

1.2.1 Fachkompetenz

Das fachliche Lernen hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert, denn nur durch den Erwerb von fachlichen Kompetenzen ist schließlich die angestrebte selbsttätige Auseinandersetzung mit Unterrichtsgegenständen möglich. Ziel des Fachunterrichtes ist die Vermittlung grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die den Schülerinnen und Schülern eine zeitgemäße und fundierte Ausbildung verschaffen, die sie in die Lage versetzt, kompetente Partner im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Lebensbereich zu sein.
Darüber hinaus sollen sie Fähigkeiten erwerben, die Welt von heute zu erschließen und zu verstehen, sowie ihre eigene Zukunft in unserer demokratischen Gesellschaft eigenverantwortlich zu gestalten.
Aus diesen Zielsetzungen ergibt sich, dass das schulische Lernen gegenüber den Fragen, die sich aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler ergeben, offen sein muss. Alltagsfragen, aktuelle Problemlagen und Konflikte, die die Schülerinnen und Schüler mitbringen, müssen an unserer Schule die Lernsituationen stärker mitbestimmen, um Unterricht realitätsnaher werden zu lassen.
Realitätsnaher Unterricht wird zusätzlich gefördert durch fächerübergreifenden projektorientierten Unterricht, da hierdurch eine umfassende Sicht auf verschiedene Problembereiche ermöglicht wird. Diese Bezüge zwischen den Fächern müssen an unserer Schule weiter verstärkt und festgelegt werden.
Wissensvermittlung und Persönlichkeitsbildung gehen jedoch Hand in Hand. In Lernzusammenhängen soll deshalb auch Identitätsfindung und soziale Erfahrung ermöglicht werden.

1.2.2 Methodenkompetenz

Eie Entwicklung des selbstständigen Lernens macht es erforderlich, den Schülerinnen und Schülern notwendige Kompetenzen zu vermitteln. Das ist ein fächerübergreifender Auftrag an unserer Schule.
Um diesen Auftrag zu erfüllen, führen wir verstärkt unterschiedliche Lehr- und Arbeitsformen, wie Kooperationstraining, Einüben von Arbeitstechniken, fächergebundene oder fächerübergreifende freie Arbeiten durch.
Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sind die Methodentage in Klasse 5, an denen die Schülerinnen und Schüler elementare Lern- und Arbeitstechniken im Bereich der Eigenorganisation des Lernprozesses, z.B. Heftführung, Gestaltung des Arbeitsplatzes, Organisation der Hausaufgaben, Fragen der Zeiteinteilung kennen lernen. Im Bereich der Entwicklung kooperativer Kompetenzen erfahren sie die Bedeutung von Gesprächs- und Arbeitsregeln.
Die Methodentage sollen in Klasse 6 fortgeführt werden.

1.2.3 Medienkompetenz

Kinder und Jugendliche sind in der heutigen Zeit einer Flut von Eindrücken und Informationen ausgesetzt. Die Palette der Medien umfasst Bücher und Presse, Hörfunk und Fernsehen, Ton- und Bildträger verschiedenster Art, Computer, Internet und Telekommunikation.
Wir fühlen uns der Aufgabe von Schule verpflichtet, unsere Schülerinnen und Schüler auf ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in einer von Medien geprägten Welt vorzubereiten. Das umfasst Fähigkeiten im Bereich der Nutzung und Handhabung, im Bereich der Auswahl und Gestaltung und vor allem im Bereich kritischer Reflexion von Möglichkeiten, Grenzen, Chancen und Gefahren von traditionellen und neuen Medien. Der kompetente Umgang mit Medien ist Gegenstand aller Fächer und keine besondere Spezialdisziplin, weil alle Fächer mit Medien arbeiten.
Da jedoch im Bereich der neuen Medien (PC und Internet) bei unseren Schülerinnen und Schülern von unterschiedlichen häuslichen Voraussetzungen in Bezug auf Ausstattung und Umgang ausgegangen werden muss, bieten wir für die Eingangsklassen die Möglichkeit entsprechende Fertigkeiten und Fähigkeiten zu erlernen und zu festigen. Spezialwissen können unsere Schülerinnen und Schüler in den angebotenen Kursen und AGs erwerben. Darüber hinaus stehen ihnen in der Schülerbibliothek PCs mit Internetzugang für vorbereitende, begleitende und nachbereitende Unterrichtsarbeit zur Verfügung.
Die weitere Entwicklung und Erprobung eines Medienkonzeptes, das klärt und festlegt, welche Ziele mit welchen Methoden in den einzelnen Fächern, im fächerübergreifenden Unterricht oder auch in Projekten erreicht werden sollen, bleibt für uns eine wichtige Aufgabe in den nächsten Schuljahren.

II. Realisierung unserer Ziele

2.1 In der Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe umfasst die Klassen 5 und 6. Diese beiden Jahrgänge bilden eine pädagogische Einheit. Die Arbeit in der Erprobungsstufe knüpft an die Arbeit in der Grundschule an. In dieser Zeit werden die Schülerinnen und Schüler besonders sorgfältig betreut und beobachtet.

Unsere Schwerpunkte in der Erprobungsstufe

         

  • Bereits Ende November findet ein Informationsabend für Eltern der vierten Grundschulklassen zum Übergang zur Realschule statt.
  • Hospitationen von Kindern der 4. Grundschulklassen geben den Schülerinnen und Schülern einen ersten Eindruck von den Räumlichkeiten und von der Arbeitsweise an der Realschule.
  • Im Januar bieten wir für interessierte Eltern und ihre Kinder einen “Tag der offenen Tür” an. Zukünftige bzw. interessierte Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern erhalten an diesem Tag einen detailierten Einblick in die Arbeitsweise verschiedener Fächer, sie verweilen in den Räumlichkeiten, die einmal zum Arbeitsplatz ihrer Kinder werden können, und sie haben die Möglichkeit ausführlich mit Lehrerinnen und Lehrern zu sprechen.
  • Bei der Zusammensetzung der Klassen berücksichtigen wir die Empfehlungen und Erfahrungen der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer.
  • Vor den Sommerferien hat sich für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern ein “Kennenlernnachmittag” bewährt. Alle angemeldeten Kinder sind mit ihren Eltern eingeladen, an diesem Tag ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, die Klassenlehrerin oder den Klassenlehrer sowie den neuen Klassenraum kennen zu lernen. Sie sammeln eine Menge positiver Eindrücke, die ihnen nach den Sommerferien den Übergang in die neue Schule erleichtern.
  • In den ersten Wochen an unserer Schule ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich untereinander kennen lernen und sich im Schulgebäude zurechtfinden können. Paten aus den Klassen 10 helfen ihnen bei der Eingewöhnung, ebenso wie ein gemeinsamer Wandertag oder andere Aktivitäten. In diese Zeit fällt auch der erste Elternabend, zu dem auch Fachlehrerinnen und Fachlehrer eingeladen sind.
  • Zu einer der drei Erprobungsstufenkonferenzen der Klassen 5 und 6 werden die ehemaligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Grundschulen persönlich eingeladen. Die Informationen, Anregungen und Erklärungen der Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen bieten eine wirksame und wertvolle Hilfe für die weitere pädagogische Arbeit.
  • Am Ende der Klasse 5 bzw. zu Beginn der Klasse 6 führen die Klassen eine mehrtägige Klassenfahrt durch. Bei der Vorbereitung und Durchführung sind die Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt und haben auch auf diese Weise Gelegenheit, sich in positives Sozialverhalten zu üben.
  • Die Klassen 6 nehmen am Lesewettbewerb teil.
  • Elternabende zu Themen wie

         

  1. Wie helfe ich meinem Kind bei Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben?
  2. Hilfe! Mein Kind kann sich nicht konzentrieren!
  3. Leser sind die besseren Lerner
    helfenEltern ihre Kinder gezielter unterstützen zu können.

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

Lernen als lebenslanger Prozess verpflichtet Schule neben der Vermittlung von Fachwissen, Lern- und Arbeitstechniken u.a. auch zur Förderung von Methodenkompetenz. Schülerinnen und Schüler müssen heute aufgrund einer veränderten Gesellschaft und der damit veränderten Ansprüche an sie von der Schule zum selbstständigen und eigenverantwortlichen Lernen angeleitet werden. Der Wechsel zur weiterführenden Schule bedeutet für Schülerinnen und Schüler in der Regel einen Neubeginn mit einer besonderen Motivation, die in der Erprobungsstufe genutzt werden sollte. Hierzu ist es notwendig, ein entsprechendes Konzept für unsere Schule zu entwickeln.
Dazu werden in den Klassen 5 und 6 Methodentage durchgeführt mit Themen wie z.B.
- Arbeitsplatz und Hausaufgaben
- Lernen mit allen Sinnen
- Klassenarbeiten vorbereiten
- Vokalbeln lernen

2.2 In der Differenzierung

Im Bereich der Neigungsdifferenzierung in den Jahrgangsstufen 8 bis 10 (ab Schuljahr 2006/07 in den Jahrgangsstufen 7 bis 10) sollen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Möglichkeiten der Schule einen eigenen Schwerpunkt setzen, der ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht und richtungsweisend einerseits für die Berufsausbildung nach Abschluss der Klasse 10, andererseits für die weitere Schullaufbahn (z.B. gymnasiale Oberstufe) sein kann. Mit der Wahl eines Neigungskurses müssen sich die Schülerinnen und Schüler daher auch erstmals Gedanken über ihre eigene Zukunft machen, ohne dass schon eine Entscheidung über die Berufswahl zu treffen ist.
Mit jedem der im Folgenden aufgeführten Differenzierungskurse können die Schülerinnen und Schüler die Fachoberschulreife erlangen.
Unsere Realschule kann im Schuljahr 2005/06 folgende Schwerpunkte anbieten:

         

  • Fremdsprachlich: Französisch
  • Naturwissenschaftlich-technisch: Biologie, Chemie und Informatik
  • Sozialwissenschaftlich: Sozialwissenschaften

Die Schwerpunktsetzung bietet über die Lehrpläne der einzelnen Fächer hinaus den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Kenntnisse und Lerntechniken zu erfahren, die durch Experiment und praktische Anwendung gekennzeichnet sind. Die spezielle Konzeption der Unterrichtsinhalte gestattet es, sich an praxisrelevanten Themen zu orientieren.

Im Folgenden werden die z.Zt. erteilten Neigungsschwerpunkte vorgestellt.

Neigungskurs Französisch

Der Französisch-Kurs ist für sprachlich interessierte Schülerinnen und Schüler geeignet. Anhand des Lehrbuchs werden Grammatikkenntnisse und Wortschatz erweitert und in verschiedenen Sachbereichen (Familie, Schule, Freizeit, Arbeitswelt) angewandt. Zunehmend wird jedoch auch lehrbuchunabhängiges Material (Zeitungsartikel, Chansons, Filmausschnitte) hinzugezogen. Dabei soll die selbstständige Erarbeitung authentischen Materials intensiviert werden.
Ein Schwerpunkt liegt bei der Information über Frankreich und der Planung eines Aufenthaltes dort. Dazu findet in der 9. Klasse der Schüleraustausch mit der Partnerstadt Lessay statt. Dieser Austausch und seine Vorbereitung sollen das Kennenlernen der französischen Lebensart und die praktische Anwendung der französischen Sprache fördern.

Neigungskurs Biologie

Voraussetzung für die Wahl des Neigungsschwerpunktes Biologie ist das Interesse an den Lebewesen, ihren Lebensbedingungen und ihrer Vernetzung untereinander. Schwerpunkte sind die Behandlung von Ökosystemen, umweltpolitische Aspekte und - besonders umfangreich - die Biologie des Menschen und seine Gesundheit.
Vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass Fortschritt und technische Errungenschaften unkalkulierte Auswirkungen auf die Naur haben, wird Wert darauf gelegt, dass die Schülerinnen und Schüler Folgen und Konseqeuenzen des eigenen Handelns überdenken lernen.
Der größere zeitliche Rahmen ermöglicht neben selbstständigem und handlungsorientiertem Arbeiten auch Experimente und Exkursionen, z.B. in den Zoo, ins Naturkundemuseum Münster und ins Universum Science Center in Bremen. Notwendig für ein erfolgreiches Arbeiten im Biologiekurs ist außer der Bereitschaft zu lernen und sich in den Unterricht einzubringen auch die Fähigkeit, logische Zusammenhänge zu erfassen und exakt und genau darzustellen, z.B. bei der Behandlung von Themen der Zellenlehre und Genetik. Auch auf die Einbindung aktueller Themen wird Wert gelegt.

Neigungskurs Chemie

Jeder von uns kommt in seinem täglichen Leben praktisch dauernd mit Chemie in Berührung, sei es durch chemische Prozesse, die in der Natur ablaufen, oder durch bewusste oder unbewusste Eingriffe des Menschen in die Natur durch unseren Alltag (Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik,…), die medizinische Forschung oder die Technik. Der Chemieunterricht erweitert das Alltagsverständnis der Schülerinnen und Schüler um eine chemisch-naturwissenschaftliche Sichtweise, die es ihnen erlaubt, die Auswirkungen von chemischen Eingriffen in die Umwelt auf unsere eigene Lebenswelt und uns Menschen selbst kritisch zu betrachten. Sie sollen erkennen, dass die Chemie nicht nur zur gegenwärtigen Problematik unter anderem im ökologischen Bereich, sondern auch wesentlich zu unserem heutigen Lebensstandard beiträgt.
Ein Neigungskurs Chemie bietet den Schülerinnen und Schülern viel Raum zum selbstständigen Experimentieren in kleinen Gruppen. Genauso gehört aber auch das Modellieren zum naturwissenschaftlichen Arbeiten im Unterricht. Modellvorstellungen über den Bau der Materie erlauben es, die experimentell beobachteten Phänomene zu deuten.
Themenschwerpunkte liegen in den Jahrgangsstufen 8 und 9 im Bereich der anorganischen Chemie, in Klasse 10 dann im Bereich der organischen Chemie. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass der Bezug zur Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler immer wieder hergestellt oder zum Ausgangspunkt chemischer Betrachtung gemacht wird.

Neigungskurs Informatik

Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien haben in nahezu allen Bereichen unseres Lebens Eingang gefunden. Entsprechend ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag muss auch die Realschule Kenntnisse und Fähigkeiten in diesem Bereich vermitteln. Im Neigungskurs Informatik sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, sich diese Techniken zu Nutze zu machen und Anwendungen und Auswirkungen kritisch zu reflektieren. Dazu gehören grundlegende Kenntnisse im Bereich der theoretischen Informatik (mathematische Grundlagen), der technischen Informatik (Aufbau der Hardware des Computers), der praktischen Informatik (Programmierung) und der angewandten Informatik (Beschäftigung mit wichtigen Anwendungssystemen wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und Datenbankprogrammen) sowie Kenntnisse über das Internet.

Neigungskurs Sozialwissenschaften

Der sozialwissenschaftliche Unterricht baut auf dem Politikunterricht auf. Die Schülerinnen und Schüler des Neigungskurses erwerben verstärkt Fähigkeiten und Kenntnisse, die zu einem bewussteren Leben in unserer Gesellschaft und deren aktiven Mitgestaltung führen sollen.
Probleme und Konflikte, die sich aus persönlichen, gesellschaftlichen (politisch, sozial) und wirtschaftlichen Beziehungen ergeben, bestimmen die Inhalte des Faches. Bei der Themenauswahl stehen derzeitige und zukünftige Erlebnisfelder der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund.
Auf die Einbindung aktueller Geschehnisse wird besonders Wert gelegt.
Um den Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt an unsere Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, fließen in den oberen Jahrgängen verstärkt wirtschaftliche Fragestellungen in den sozialwissenschaftlichen Unterricht ein.

2.3 Bei der Berufswahlvorbereitung

2.3.1 Allgemeines

Die Vorbereitung auf das Berufs- und Arbeitsleben ist für uns eine wichtige fächerübergreifende Aufgabe in allen Jahrgangsstufen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Berufswahlvorbereitung jedoch in den Klassen 8, 9 und 10 gewidmet.
Neben der Beschäftigung mit dem Thema im Unterricht finden auch schulische und außerschulische Veranstaltungen sowie Projekte, Besichtigungen und Begegnungen statt, die möglichst realitätsnah zusätzlich zu den im Unterricht erworbenen Qualifikationen die Entscheidungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler im Bildungs- und Beschäftigungssystem einer offenen Gesellschaft fördern.
Zudem pflegen insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer, die die Berufswahlvorbereitung betreuen, intensive Kontakte zur örtlichen und regionalen Wirtschaft (z.B. bei Besuchen der Praktikumsbetriebe, dem Berufsstartertag, der Berufsorientierungsmesse sowie durch Mitgliedschaft und Teilnahme an Veranstaltungen des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft).
Ergänzt und maßgeblich mitgestaltet wird die Berufswahlvorbereitung durch die Betreuungs- und Beratungstätigkeit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Ahlen. Die intensiven Kontakte haben zu einer erfreulichen Zusammenarbeit geführt, die unseren Schülerinnen und Schülern bei ihrer Entscheidungsfindung zu Gute kommt.

2.3.2 Klasse 8

Die gezielte Berufsvorbereitung beginnt im 2. Halbjahr der Klasse 8. Zur Motivation der Schülerinnen und Schüler für die Berufswahl halten die frisch aus dem dreiwöchigen Praktikum kommenden Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 im März/April Kurzvorträge in den Klassen 8. Die gewonnenen Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Berufszweigen der Praktikanten, vermittelt von Schülern an Schüler, sind der konkrete Einstieg in die Berufswahlvorbereitung.
Der jährlich bundesweit im April stattfindende “Girls`Day” bietet speziell Mädchen die Gelegenheit, Einblicke in eher technisch orientierte Berufe, die von Männern dominiert werden, zu gewinnen und so ihr Berufsspektrum möglicherweise zu erweitern. Auch an unserer Schule unterstützen wir dieses Projekt und geben vor allem den interessierten Mädchen der Klassen 8 die Gelegenheit noch vor der Wahl des Praktikumsplatzes in die betreffenden Berufsfelder hineinzuschnuppern.

Gemeinsam mit ihren Politik- oder Klassenlehrern besuchen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Klasse 8 schließlich die jährlich stattfindende Berufsorientierungsmesse (BOM) in Warendorf, zu der am Vorabend auch jeweils ein Elternabend in Warendorf durchgeführt wird. Hier sind Schüler und Eltern gemeinsam eingeladen, sich das Messeangebot anzuschauen und nähere Informationen über ein Berufsbild, eine Firma oder die Ausbildung in einem Berufskolleg bzw. der Kreishandwerkerschaft zu sammeln.

2.3.3 Klasse 9

Zu Beginn der Klasse 9 werden die Schülerinnen und Schüler im Fach Politik über Berufsfelder, Bildungs- und Beschäftigungssysteme unterrichtet. Mit Hilfe von berufsvorbereitenden Schriften der Agentur für Arbeit wie “Beruf aktuell”, “machs´s richtig” und “Beruf regional” wird das Praktikum vorbereitet. Diese Broschüren helfen dem Lehrer, die Schülerinnen und Schüler dahin zu führen, sich selbst richtig einzuschätzen, die Interessen, die besonderen Fähigkeiten, aber auch die Schwächen und körperlichen Voraussetzungen für einen Beruf zu erkennen und die dann geeigneten Berufszweige auszuwählen.
Im Fach Deutsch wird parallel zum Politikunterricht durch Bewerbungstraining (schriftliche Bewerbung/Bewerbungsgespräche) die Praktikumsvorbereitung ergänzt.
Der Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) Ahlen bietet den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, sich konkret über bestimmte Berufe zu informieren bzw. aufgrund eigener Stärken und Interessen eine Idee für die spätere Wahl der Praktikumsstelle oder die Entscheidung für einen Berufswunsch zu bekommen. Die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agentur für Arbeit sorgen hier freundlich und kompetent und mit Hilfe umfangreicher Medien dafür, dass keine Frage der Schülerinnen und Schüler unbeantwortet bleibt. Tauchen später Fragen bei Schülerinnen, Schülern und Eltern auf, so ist in der Realschule während der regelmäßigen Sprechstunden der Berufsberatung Gelegenheit, die nötigen Hilfen und Informationen zu bekommen.
Seit dem laufenden Schuljahr 2005/2006 gibt es an unserer Schule im November einen Berufsorientierungstag, an dem besonders ortsansässige Firmen und Einrichtungen ihre Ausbildungsberufe vorstellen.
Besteht Klarheit über die gewünschte Tätigkeit während des Praktikums, suchen sich die Schülerinnen und Schüler selbst einen geeigneten Praktikumsbetrieb. Die das Praktikum begleitenden Politiklehrerinnen und -lehrer sind bei der Suche behilflich und geben Ratschläge. Das dreiwöchige Praktikum findet im Februar statt. Während des Praktikums werden die Schülerinnen und Schüler in den Betrieben von ihren betreuenden Lehrerinnen und Lehrern besucht, die anschließend auch die im Praktikum zu erstellende Berichtsmappe durchsehen und für das Fach Politik benoten. Jedes Jahr bestätigt die große Anzahl von ausgezeichneten Mappen die positive Einstellung der Schülerinnen und Schüler zum Praktikum, und diese Ergebnisse bilden oft eine gute Bewerbungsgrundlage für eine angestrebte Lehrstelle.
Die Nachbereitung des Praktikums erfolgt dann wieder im Politikunterricht. Die Gespräche über die Betriebsmappe sowie die gegenseitigen Informationen der Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen in den unterschiedlichsten Praktikumsbetrieben zwingen zur Reflexion. Vertieft wird die Nachbereitung des Praktikums durch die Kurzvorträge in den Klassen 8.

Der “Berufsstartertag” im April/Mai beschließt die Berufswahlvorbereitung der Klassen 9. Unter möglichst realistischen Bedingungen finden Bewerbungsgespräche der Schülerinnen und Schüler bei Personalleiterinnen und -leitern von regionalen Ausbildungsbetrieben statt. Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich frühzeitig schriftlich mit allen erforderlichen Unterlagen bei diesen Ennigerloher Ausbildungsbetrieben für eine fiktive Ausbildungsstelle. Die “Bewerbungsgespräche” werden dann in der Realschule mit den Personalleiterinnen und -leitern der Betriebe in möglichst realistischer Form abgehalten. Als Grundlage der abschließenden Bewertung dienen die vorher eingereichten schriftlichen Bewerbungen sowie der Ablauf des Bewerbungsgesprächs. Im Vordergrund steht die Idee, die Schülerinnen und Schüler möglichst praxisnah an die Bewerbungssituation heranzuführen und damit auch einen Beitrag zur Stressbewältigung in der realen Bewerbungssituation zu leisten. Die Zusasmmenarbeit mit den Personalleiterinnen und -leitern der Betriebe verschafft den Lehrerinnen und Lehrern aktuelle Kenntnisse über die Bedürfnisse der Wirtschaft.
Die Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 werden außerdem von uns über Termine für Informationsnachmittage und -abende unter dem Motto “Berufswahlen mit Perspektive” informiert, die im Berufsinformations-Zentrum (BIZ) der Agentur für Arbeit in Ahlen stattfinden. Hier erklären Gastreferenten aus der Wirtschaft die Chancen der zukunftsträchtigen neuen Berufe. Interessierte Eltern sind mit ihren Kindern dazu jeweils herzlich eingeladen.

2.3.4 Klasse 10

Zu Beginn der Klasse 10 informiert der Berufsberater der Agentur für Arbeit in Ahlen die Schülerinnen und Schüler über die weiterführenden Schulen und die dafür benötigten Abschlüsse. In den regelmäßig stattfindenden Sprechstunden des Berufsberaters an der Realschule können die Fragen der Schülerinnen und Schüler und der Eltern frühzeitig geklärt werden.

2.4 In Aktionen, Veranstaltungen und Einrichtungen

2.4.1 Schülerbücherei

Wenn Schülerinnen und Schüler gerne lesen und wenn sie Schreiben als etwas Positives erfahren, dann ziehen sie daraus lebenslange Vorteile: Lesen und Schreiben sind von intellektueller wie sozialer Bedeutung, sie sind Schlüsselqualifikationen für Bildung und Beruf und für jede Form der Kommunikation. Einrichtungen wie Schreib- und Lesezentren an Schulen machen dies erst möglich.
Seit diesem Schuljahr verfügt auch unsere Schule wieder über eine Schülerbücherei. Hier finden Schülerinnen und Schüler nicht nur Informationsmaterial für Referate, sondern auch Unterhaltungsliteratur. Neben Büchern und Zeitschriften können Schülerinnen und Schüler auch CDs ausleihen. So bietet die Schülerbücherei den Schülern u.a. die Möglichket ihre Lesekompetenz zu trainieren, ihre Ausdruckfähigkeit zu verbessern sowie ihr Allgemeinwissen zu erweitern.
Während der Unterrichtsstunden kann die Schülerbücherei für Recherchen im Internet und in Büchern und Zeitschriften genutzt werden.

2.4.2 Klassenfahrten und Wandertage

Schulwanderungen und Schulfahrten sind auch bei uns Bestandteil der Bildungs- und Erziehungsarbeit. Sie haben einen engen Bezug zur Schule und werden im Unterricht vor- und nachbereitet. Rein touristische Unternehmungen finden nicht statt. Im Rahmen der Vorgaben durch die Schulkonferenz entscheiden die Klassenleitungen und -pflegschaften selbstständig über Ziel und Programm der Unternehmung. Besonderer Wert wird dabei - vor allem bei mehrtägigen Fahrten - dem Kostenrahmen beigemessen, der es allen Schülerinnen und Schülern ermöglichen soll, an der Fahrt teilzunehmen. Als Kostenobergrenze sollte an unserer Schule der Betrag von 250 € grundsätzlich nicht überschritten werden. Den Erziehungsberechtigten wird durch frühzeitige Planung Zeit gegeben, die voraussichtlichen Kosten anzupassen.

In ihrer sechsjährigen Schulzeit nehmen die Schülerinnen und Schüler in der Realschule an mehrtägigen Klassenfahrten teil.
Eine mehrtägige Fahrt in der Erprobungsstufe macht auf vielfältige Art und Weise mIt dem erdkundlichen, biologischen, geschichtlichen und sonstigen Besonderheiten der besuchten Region bekannt. Naturgemäß ist das zentrale pädagogische Anliegen dieser Fahrt zu Beginn der Realschulzeit das gemeinsame Kennenlernen, die Entwicklung und Vertiefung eines guten Verhältnisses der Schülerinnen und Schüler untereinander und zu den begleitenden Lehrkräften. Diese Klassenfahrt sollte am Ende der Klasse 5, wenn die Sommerferien spät beginnen oder am Anfang der Klasse 6 stattfinden, wenn die Sommerferien früh liegen. Der Zeitraum kann 3 bis 5 Tage betragen.
Die zweite mehrtägige Fahrt wird im Allgemeinen zu Beginn der Klasse 10 durchgeführt, wobei den nunmehr älteren Schülerinnen und Schülern mehr persönliche Freiräume eingeräumt werden können, aber auch größere persönliche Verantwortung auferlegt werden muss.

Die oben beschriebenen Intentionen der mehrtägigen Fahrten erfahren in der gesamten Schulzeit Unterstützung durch halb- oder ganztätige Unternehmungen.
Als festgeschriebene Einrichtung gilt der Wandertag für die neuen Klassen 5 in der ersten Schulwoche und der ganztägige Wandertag am Ende der Klasse 7, weil normalerweise danach die Klassenlehrerinnen und -lehrer wechseln.
Aus diesem Grund ist auch ein Wandertag im 1. Halbjahr der Klassen 8 sinnvoll. Weitere Wandertage werden gemäß dem Wandererlass geplant und durchgeführt.

2.4.3 Thementage/Projekte

Schülerinnen und Schüler erfahren in Themen- und Projekttagen, dass Unterricht und Schule sich mit Problemen und Fragen beschäftigen, die über die Fächergrenzen und den Fächerkanon hinausgehen. Die Kinder und Jugendlichen lernen verstärkt, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, Arbeitsprozesse in einem größeren Zusammenhang selbst zu organisieren und Ziele im Team gemeinsam zu erreichen.
Themen- und Projekttage, die bereits ein fester Bestandteil unseres Schullebens sind oder nach einmaliger guter Erfahrung werden sollen, haben wir im Folgenden kurz dargestellt.

Leseförderung

Die Begegnung und Auseinandersetzung mit Literatur ermöglicht es, Grundmuster menschlicher Erfahrungen kennen zu lernen und trägt dazu bei, eigene Positionen und Werthaltungen zu entwickeln.
Durch eine Vorleseaktion in den Klassen 5, durchgeführt von Schülerinnen und Schülern der Klassen 8, die zu den vorgestellten Büchern passende Kulissen aufbauen, soll das Leseinteresse und das Lesevergnügen geweckt werden und zur Lektüre von Literatur (Jugendbuch/ Sachbuch) angeregt werden.
Der Vorlesewettbewerb in den Klassen 6, bei dem die Klassensieger ermittelt werden und dann vor einer Jury der Schulsieger, hilft Schülerinnen und Schülern durch die Selbst- und die gegenseitige Beobachtung ihre Lesestrategien und Leseerfahrungen zu erweitern.

Mädchen- und Jungenprojekttage

Bereits seit dem Schuljahr 1993/94 führen wir an unserer Schule 2 Projekttage für die Mädchen der Jahrgangsstufe 7 und 3 Tage für die Mädchen der Jahrgangsstufe 8 durch. Seit dem Schuljahr 2000/01 finden parallel dazu auch regelmäßig Jungenprojekttage statt.
Dabei arbeiten die Lehrerinnen und Lehrer des Projektteams der Realschule mit den Kooperationspartnerinnen und -partnern außerschulischer Betriebe zusammen:
- Gleichstellungsstelle Jugendzentrum Ennigerloh
- In Via, katholische Mädchensozialarbeit, Kreisjugendamt Warendorf
- Sozialdienst katholischer Frauen e.V. im Kreis Warendorf
- Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Neubeckum
- Kommissariat Vorbeugung in Warendorf

Die Projekttage finden nicht in der Schule statt, sondern für die Mädchen im Jugendzentrum und für die Jungen in der Alten Brennerei bzw. im Jakobushaus.
Ebenfalls wird der Zeitrahmen flexibel gestaltet, Klassenverbände werden aufgelöst und Kleingruppen gebildet, auch um das gegenseitige Kennenlernen zu fördern.
Für die Mädchen- und Jungenprojekttage der Jahrgangsstufe 7 wird der gleiche Themenschwerpunkt gesetzt. Es geht um die Verbesserung der Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit in verschiedenen Bereichen (Schule, Familie, Freundeskreis). Verbunden damit ist auch eine Reflexion der eigenen “Rolle” als Junge/Mann oder Mädchen/Frau.
Die Projekttage der Jahrgangsstufe 8 setzen teilweise unterschiedliche Schwerpunkte. Neben der bei Mädchen und Jungen stattfindenden Aufklärungsarbeit steht bei den Mädchenprojkettagen die Zukunfts- und Lebensplanung auch unter Berücksichtigung der Berufswahl im Vordergrund. Ein Schwerpunkt bei den Jugendprojekttagen ist der möglichst gewaltlose Umgang mit Konflikten.

Gemeinsame Vor- und Nachbereitungen des Projektteams gewährleisten eine ständige Überarbeitung und Verbesserung des Konzeptes.

Woche des freundlichen Miteinanders

Eine gute Atmosphäre als Grundlage für das Zusammenleben und die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten wird durch einen freundlichen und respektvollen Umgang miteinander in der Schule bestimmt. Das Projekt “Freundliches Miteinander”, das erstmalig an unserer Schule vom 2. bis 4. November 2005 durchgeführt worden ist, hat als Zielsetzung eine Stärkung des positiven Schulklimas. Freundliche Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der verschiedenen Klassen unserer Schule und ihrer Lehrerinnen und Lehrer vertiefen können, bilden einen zentralen Schwerpunkt der Projektwoche. Das andere Kernelement dieser Projekttage bilden freundliche Aktionen der Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer für die Elternschaft oder die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Ennigerloh.

Aktion saubere Schule

Um Schülerinnen und Schüler zur Mitverantwortung für die Sauberkeit an unserer Schule zu erziehen, wurden zu Beginn des Schuljahres 2005/06 verschiedene Maßnahmen ergriffen: 

        

           

    • Pädagogische Bearbeitung des Themas “Sauberkeit in der Schule” durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer
    • Einrichtung eines Ordnungsdienstes für den jeweiligen Klassenraum
    • Katalog von Konsequenzen bei Regelverstößen, um die Sauberkeit auf den Gängen und dem Schulhof zu erhalten.

Einen sporadisch durchzuführenden Wettbewerb “Wer hat die schönste Klasse?” soll die Schülerinnen und Schüler anspornen, ihren Klassenraum ansprechend zu gestalten.

Gesundheitserziehung

Die Gesundheitserziehung ist ein begleitender Erziehungsauftrag während des gesamten Schullebens. Sie begegnet den Schülerinnen und Schülern in verschiedener Weise nicht nur in den Fächern Sport, Biologie und Chemie, sondern auch in anderen Fächern.
Vervollständigt und vertieft werden die in den Richtlinien aufgeführten Themen durch die Zusammenarbeit mit entsprechenden außerschulischen Organisatoren.
Bisher fand statt:

         

  • Eine Aids-Beratung in Klasse 8 oder 9 durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AIDS-Hilfe Ahlen
  • Der Besuch einer Ernährungsberaterin im Biologie-Unterricht, z.B. zum Thema “Gesundes Frühstück”
  • Die Beteiligung an der Ennigerloher Gesundheitswoche, initiiert von der BEK
  • Die Teilnahme am Nichtraucherwettbewerb “Be smart - don´t start”, veranstaltet durch das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung für Schulen in Kiel, den Suchtbeauftragten des Kreises Warendorf und der AOK
  • Veranstaltung zum Thema “Körperlichkeit, Essstörungen, Sexualität und psycho-soziale Entwicklung in der Pubertät” nach Geschlechtern getrennten Gruppen
  • Information der Drogenbeauftragten an der Schule

Selbstverständlich werden diese Angebote weiter genutzt, solange sie uns zur Verfügung gestellt werden.
Erstmalig im Schuljahr 2005/06 haben Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 die Gelegenheit, sich zum Schulsanitäter ausbilden zu lassen. Hierzu nehmen die Schülerinnen und Schüler an einem vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführten Erste-Hilfe-Lehrgang teil.

2.4.4 Wettbewerbe und Wettkämpfe

Eine besondere Motivation bringen die Schülerinnen und Schüler unserer Schule für die Teilnahme an Wettbewerben und Wettkämpfen mit. Bei schulinternen, aber auch schulübergreifenden Wettbewerben und sportlichen Wettkämpfen messen sie sich mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in den verschiedenen Bereichen.
Beim jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb der Klassen 6 wird zunächst der beste Leser oder die beste Leserin unserer Schule gesucht, bevor es dann auf der Kreisebene weitergeht.
Zum Forschen regen die beiden naturwissenschaftlichen Wettbewerbe “Schüler experimentieren” und “Chemie entdecken” an, die ein- bzw. zweimal im Jahr schulübergreifend stattfinden. Hier können Schülerinnen und Schüler jeder Altersklasse, die Freude am Experimentieren haben, teilnehmen.
Mit dem “Planspiel Börse” werden eher die älteren Schülerinnen und Schüler angesprochen. Oft sind es die Neunt- oder Zehntklässler, die im Rahmen des Neigungsfaches Sozialwissenschaften in Gruppen “an der Börse spekulieren” können und versuchen ihr fiktives Vermögen zu vergrößern.
Eine besondere Stellung nehmen an unserer Schule auch sportliche Wettkämpfe ein. So finden jeweils einmal im Jahr Fußballturniere statt, in denen die einzelnen Klassenteams um den Jahrgangsstufen-Meistertitel kämpfen.
Schulmannschaften in den Sportarten Fußball, Basketball, Handball, Schwimmen und Leichtathletik nehmen an den verschiedenen schulübergreifenden Turnieren im Kreis teil.
Wettbewerbe und Wettkämpfe motivieren Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Arbeiten, stärken dass Selbstbewusstsein und fördern den Teamgeist, der in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Aus der Teilnahme an einigen dieser zeitlich begrenzten Wettbewerbe haben sich daher auch schon freiwillige Arbeitsgemeinschaften entwickelt, die das ganze Schuljahr überdauern.

2.4.5 Religiöses Schulleben

Schulgottesdienst

An unserer Schule haben Schulgottesdienste eine lange Tradition. Als ein Ort des Zusammenkommens und der Besinnung im Schulalltag bieten die Schulgottesdienste die Chance zur Begegenung von Schülerinnen und Schülerinnen und ihrer Lehrerinnen und Lehrer. Die Beteiligten erfahren sich hier als christliche Glaubensgemeinschaft. Zu einzelnen Festzeiten und besonderen Anlässen laden wir zu Gottesdiensten ein:

         

           

    • Gottesdienst zur Einschulung der Schülerinnen und Schüler der Klassen 5
    • Entlassungsgottesdienste der Schülerinnen und Schüler der Klassen 10
    • Schuljahresabschlussgottesdienst für die Klassen 5 und 6
    • Adventgottesdienst für die Klassen 5 und 6
    • Ökomenischer Gottesdienst zu Beginn der Fastenzeit (Aschermittwoch) für die Klassen 5 und 6

Zu allen Gottesdiensten sind interessierte Schülerinnen und Schüler aus den anderen Jahrgängen herzlich eingeladen.

Tage religiöser Orientierung

“Gemeinschaft positiv erleben” ist das Motto der Tage religiöser Orientierung, die seit mehr als 20 Jahren regelmäßig an der Realschule für die Klassen 10 durchgeführt werden.
An unserer Schule liegt die Verantwortung für die Leitung der TRO alleine bei den Religionslehrerinnen und -lehrern, die sich für diese Arbeit regelmäßig fortbilden. Die TRO werden ökomenisch durchgeführt. Jede Klasse wird während der vier Tage dauernden Veranstaltung von zwei Religionslehrerinnen und -lehrern betreut.
In den Tag hineinleben ist noch nicht das Leben. Jeder Mensch braucht Freiräume und Gelegenheiten, über den Sinn des Lebens nachzudenken und die Gestaltung seines Lebens bewusst in Angriff zu nehmen. Die TRO bieten Schülerinnen und Schülern diese Möglichkeit, Fragen der persönlichen Lebensgestaltung und Lebensorientierung zur Sprache zu bringen und mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu diskutieren. Dabei stehen Fragen im Vordergrund wie: -Wer bin ich?- Wie sehen mich die anderen? - Wie möchte ich von anderen gesehen werden? - Woran orientiere ich mich in meinem Leben? - Haben Glaube und Religion eine Bedeutung in meiner Lebensplanung?
Es geht darum, den Jugendlichen Hilfestellungen anzubieten, sich in einer Gesellschaft mit konkurrierenden Weltbildern und Wertvorstellungen zurechtzufinden und einen eigenen Standort zu finden. Die TRO geben Anstöße zur Auseinandersetzung mit der eigenen Person und mit dem, was andere denken und fühlen, sie sollen Lebens- und Glaubensorientierung sein, können und wollen aber keine fertigen Lösungen und Antworten geben.

TRO haben etwas mit Arbeit, Austausch, Konzentration, Gespräch, Auseinandersetzung und Konflikt zu tun. Die Teilnahme an den Tagen ist freiwillig und die Schüler erklären vorher ihre Bereitschaft, sich an vorgegebene schulorientierte Regeln zu halten und sich aktiv an den Programmpunkten zu beteiligen. Um das Besondere der Tage zu betonen, wählen wir Räume außerhalb der Schule in den Ennigerloher Pfarrzentren. Dadurch wird auch deutlich, dass es sich um eine Unterbrechung des Unterrichts handelt und dass in diesen Tagen nicht leistungsorientiert gearbeitet wird, sondern dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Fragen und Problemen im Mittelpunkt stehen vor bestimmten Sachangeboten. Dabei wird nach den Methoden der themenzentrierten Interaktion gearbeitet.

Es gibt auf den Tagen religiöser Orientierung deshalb keinen Themenkatalog, der abgearbeitet werden muss, sondern es besteht nach jeder Arbeitseinheit die Möglichkeit zur Rückmeldung, ob sich alle Teilnehmenden mit ihren Vorstellungen, Fragen und Wünschen in das Thema einbringen konnten. Muße und Besinnung stehen mit im Vordergrund. Es gibt auch Angebote der Körpererfahrung, Formen der Meditation und Entspannung, die oft als neue Formen von zweckfreiem Tun erfahren werden.

2.4.6 Schüleraustausch mit dem Collège in Lessay

Die deutsch-französische Begegnung weckt zwischen den Schülerinnen und Schülern gegenseitiges Verständnis. Sie erhalten einen Einblick in eine andere Sprache, eine andere Kultur und andersartige Lebensgewohnheiten. Durch die Teilnahme am Schulleben und den Aufenthalt in den Gastfamilien in Lessay (Normandie) und Ennigerloh erfahren die Schülerinnen und Schüler den Alltag des jeweiligen fremden Landes. Auf diese Weise werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, sich auf andere Menschen einzulassen und sich gegenseitig zu respektieren.

Ablauf des Schüleraustausches

Die deutschen Schülerinnen und Schüler (in der Regel die Teilnehmer des fremdsprachlichen Neigungskurses der Klassen 9) fahren für ca. 9 Tage nach Lessey und Umgebung.
In Lessay wohnen sie in Gastfamilien und nehmen am Unterricht des Collège teil.
Das Programm in Frankreich umfasst das Kennenlernen der Partnerstadt einschließlich des Besuches der Abeteikirche, der Camembert-Fabrik am Ort, des 5 km entfernt gelegenen Strandes von Pirou mit seiner Muschel- und Austernzucht. Den Höhepunkt der Austauschwoche bildet ein gemeinsamer deutsch-französischer Schülerausflug zum Mont St. Michel und ein Abschlussfest im Collège.
Während der Hin- oder Rückfahrt erfolgt eine Stadtrundfahrt durch Paris mit Besichtigungen einiger Sehenswürdigkeiten.

In Deutschland wird ebenfalls die Schule besucht und am Unterricht teilgenommen. Die nähere und weitere Umgebung wird druch Besichtigungen vor Ort und Ausflüge nach Warendorf und Münster erkundet.

Im Laufe des Unterrichtes werden den Schülerinnen und Schülern die notwendigen sprachlichen, kommunikativen Grundlagen vermittelt, um Alltagssituationen im anderen Land sprachlich bewältigen zu können.
Am Ende es Austausches fertigen die Schülerinnen und Schüler einen Bericht über ihre Erfahrungen in Frankreich an. Dieser enthält Informationen über die Gastfamilie, einen Tages- und Wochenbericht und einen Bericht zu geographischen Besonderheiten in der Normandie oder in Paris.
Den Abschluss bildet eine persönliche Meinungsäußerung zum Schüleraustausch.

III. Miteinander - in Vertrauen und Verantwortung -

3.1. Kooperation von Schülern - Eltern - Lehrern

Unsere Schule als ein Ort des Lernens und der Begegnung kann ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag nur erfüllen, wenn alle am Schulleben Beteiligten vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrages ist es in besonderem Maße wichtig, Kindern und Jugendlichen Hilfestellung beim Erwachsenwerden zu geben. In diesem Prozess sollten sie von Eltern und Lehrkräften darin unterstützt werden, neben fachlichen und methodischen Kompetenzen ihre Persönlichkeit zu entfalten und in der Begegnung mit anderen zu formen. Die erlernten Kompetenzen sind für die eigene Lebensbewältigung und den zwischenmenschlichen Umgang auch außerhalb der Schule von Bedeutung. Die Vermittlung von fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen wird erreicht durch die Einbettung des Unterrichts in ein vielfältig gestaltetes Schulleben, das die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Eltern gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern verwirklichen. Dazu sind ein ständiger Austausch von Informationen (z.B. bei Elternabenden zu pädagogischen Fragen) und eine kontinuierliche, dialogische Kommunikation zwischen allen Beteiligten ebenso notwendig wie eine gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung (z.B. bei der Umsetzung einer Schulvereinbarung oder der Gestaltung eines Schulfestes).

3.2. Schülerengagement

Das Schülerengagement an unserer Schule ist weitgehend von den Aktivitäten der Schülervertretung geprägt. Sie wirkt bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit mit und fördert die Interessen der Schülerinnen und Schüler in den verschiedensten Belangen.
Die SV ist Ansprechpartnerin für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler und versucht, durch das Schaffen eines sozialen Netzes ein Gemeinschaftsgefühl bei all denjenigen zu schaffen, die an Schule mitwirken, um ein erforderliches Maß an Identifikation mit der Schule zu schaffen.
Die SV setzt sich zusammen aus den Klassensprecherinnen und Klassensprechern aller Klassen. Aus den Jahrgangsstufen 9 oder 10 wählen alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Schuljahres zwei Schülersprecher/innen , die in der SV eine leitende Funktion übernehmen sollen und direkte Ansprechpartner für die Schulleitung sind. Zur SV gehören außerdem die beiden SV-Verbindungslehrer/innen, die für unsere Schule am Ende eines Schuljahres nach der Entlassung der Klassen 10 gewählt werden.
In der 14-tägig stattfindenden Sitzung aller Klassensprecherinnen und Klassensprecher und/oder deren Vertreterinnen und Vertreter werden im Beisein der beiden Verbindungslehrer/innen vergangene, gegenwärtige und zukünftige Aktivitäten erörtert und danach die Ergebnisse der Besprechungen in den Klassen vorgestellt.
Dazu sollen einige Bausteine beispielhaft genannt werden:
Die SV organisert Patenschaften für die Klassen 5, d.h. Betreuungen für die neuen Schülerinnen und Schüler durch ältere Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 10, wobei Kontakte geknüpft und z.B. Freizeitaktivitäten durchgeführt werden. Die älteren Schülerinnen und Schüler helfen den jüngeren bei der Bewältigung von Sorgen und Nöten.
Zur Tradition geworden sind die Teilnahme an der “Aktion kleiner Prinz” und wechselnde Aktionen in der Adventzeit für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule, z.B. eine Nikolausaktion, eine Weihnachtsfeier oder ähnliches.

Außerdem läuft seit zwei Jahren eine Nachhilfeaktion von älteren für jüngere Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen dieser Aktion bieten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 an, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 bei Bedarf Nachilfe in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik zu geben. Der Nachhilfeunterricht erfolgt in der Regel in unserer Schule in Gruppen von 2 - 3 Schülerinnen und Schülern einer Jahrgangsstufe, wobei die Gruppen in Absprache mit den SV-Lehrer/innen eingerichtet sowie die Nachhilfelehrer/innen in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrer/innen ausgewählt werden.
Ebenso hat sich die Durchführung eines SV-Tages in den letzten Jahren etabliert. Dies ist ein Projekttag der SV-Schülerinnen und -Schüler und der Verbindungslehrer/innen mit jeweils SV-spezifischer Programmatik. In der Regel findet dieser Projekttag im zweiten Halbjahr eines Schuljahres außerhalb des Schulgebäudes in ausgewählten Räumlichkeiten statt. Die Thematik wird vorher mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern abgestimmt.
Neben der SV bietet unsere Schule aber auch andere Bereiche, in denen sich unsere Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus engagieren und gut mit Eltern und Lehrerinnen und Lehrern zusammenarbeiten.
Dazu gehören zum Beispiel die Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern in Fachkonferenzen, das Engagement in der Kiosk-AG und die Mitarbeit in unserer Schülerbücherei.

3.3 Elternengagement

Vorbemerkung

Elternhaus und Schule tragen gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung der Kinder. Dabei rückt die erzieherische Aufgabe auf der Seite der Schule neben der Vermittlung der Lerninhalte mehr und mehr in den Vordergrund. Die erlernten Fähigkeiten sind für die eigene Lebensbewältigung und den zwischenmenschlichen Umgang auch außerhalb der Schule von Bedeutung. Die Vermittlung von Wissen und sozialer Kompetenz wird erreicht durch die Einbettung des Unterrichts in ein vielfältig gestaltetes Schulleben, das Eltern und Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern verwirklichen. Dazu ist ein ständiger Austausch über die angestrebten Ziele zwischen allen Beteiligten ebenso notwendig wie eine gute Zusamamenarbeit und die Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung. In einem Schulklima, in dem Eltern und Lehrerinnen und Lehrer im Verständnis füreinander zusammenarbeiten, kann die Freude der Kinder beim Lernen eher gedeihen und sich entfalten.

Elternmitwirkung

Formell ist die Elternmitwirkung in den Schulen in NRW im Schulgesetz (SG) geregelt. Die Eltern sollten allerdings auch über die vorgeschriebene Beteiligung in den Mitbestimmungsgremien hinaus durch regelmäßigen Austausch Beiträge zu einem schlüssigen Erziehungskonsens leisten (Selbstverpflichtung). Hierzu ist ihnen Gelegenheit zu geben, beispielsweise durch regelmäßige Abstimmungsgespräche des/der Schulpflegschaftsvorsitzenden mit dem/der Schulleiter/in. Ferner soll dem/der Vertreter/in in der Schulpflegschaft Gelegenheit gegeben werden, zu bestimmten Themen als Gast in der Lehrerkonferenz gehört zu werden. Elternmitsprache ist ebenfalls erwünscht bei Fragen der Schulraumgestaltung, der Gestaltung des Außengeländes, der Schulwegsicherung sowie bei allen Dingen, die das “Schulklima” betreffen. An unserer Schule ist es üblich, den/die Schulpflegschaftsvorsitzenden zu besonderen Anlässen wie Schulentlassfeiern, Verabschiedungen von Lehrer/innen in den Ruhestand, etc. einzuladen.
Weitere institutionalisierte Möglichkeiten für die Eltern, ihre besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten in den Schulalltag einzubringen, werden bereits praktiziert bzw. sind angedacht:

         

  • Unterstützung bei der Berufswahlvorbereitung, z.B. durch Vorstellung der eigenen Berufs/Arbeitsplatzbesichtigung
  • Organisation eines Pools (Kartei), auf den in bestimmten Fällen zurückgegriffen werden kann (Vorschläge für lohnenswerte Ausflugsziele, Bereitstellung von Räumen zum Feiern/Zelten, handwerkliche Fähigkeiten, etc.)
  • Mitarbeit bei Projekten oder Arbeitsgemeinschaften
  • Aktionen zur Finanzierung von Projekten (Anschaffungen, Schulraumgestaltung etc.)
  • Vorbereitung von Schulfesten/Tag der offenen Tür/Spendenlauf
  • Begleitung bei Exkursionen/Klassenfahrten (um Unterrichtsausfall zu vermeiden, Kosten zu sparen z.B. Selbstverpflegerhäusern)
  • Mitwirken in Fachkonferenzen
  • Elternbeauftragungen

- zur Pflege der Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Elternbriefe)
- zur Pflege der Partnerschaft mit Lessay (F)
- zur Pflege eines Eltern-Lehrer-Gesprächskreises
- zur Pflege von Sponsoren

Eltern unter sich

Eltern müssen - ebenso wie das Lehrerkollegium oder die Schülerschaft - Schulbelange “unter sich” besprechen können. Dager regt die Schulpflegschaft an, dass sich Eltern bei informellen Treffen regelmäßig über den Schulalltag austauschen, z.B. in Form von Elternstammtischen (klassenweise) und/oder bei einem Stammtisch der Pflegschaftsvorsitzenden. Es ist immer sinnvoll, neben dem allgemeinen Gedankenaustausch ein festes Thema einzuplanen (z.B. Fragen der Notengebung, zu verwendeten Schülbüchern, etc). Mitglieder des Lehrerkollegiums, der Schulleitung oder ein Elternvertreter einer höheren Klasse für Anfragen “von Eltern zu Eltern” aus der 5./6. Jahrgangsstufe können dabei zu Sachfragen als Gäste geladen werden.
Der/die Schulpflegschaftsvorsitzende leitet Einladungen zu Fortbildungsveranstaltungen an die Pflegschaftsvorsitzenden weiter. Darüber hinaus ist geplant, den Kontakt zu den Vorsitzenden der Realschulen im Kreis Warendorf wieder herzustellen und die Zusammenarbeit zu institutionalisieren.

Förderverein

Der Förderverein ist seit dem Jahr 2003 eine weitere Institution an unserer Schule. Hier engagieren sich neben den Eltern auch Mitglieder des Lehrerkollegiums sowie weitere Personen, die ein Interesse an unserer Schule haben.
Durch Aktivitäten des Fördervereins werden besondere Maßnahmen durchgeführt oder unterstützt, wie z.B. Anschaffungen von speziellen Hilfsmitteln oder Ausstattungsgegenstände für den Unterricht.

PLANUNG DER SCHULENTWICKLUNG

I. Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit

1.1 Geplante Entwicklungsprozesse des Schulprogramms von Januar 2003

Im Schulentwicklungsprozess der letzten drei Jahre standen entsprechend der Darstellung im Kapitel VIII unseres Schulprogramms zunächst drei Bereiche im Vordegrund:

Projekt “Lernen des Lernens”
Das Arbeiten mit einer Lernkartei wurde evaluiert, die Ergebnisse gingen zusammen mit anderen Methoden zur Förderung selbstständigen Lernens in das Konzept zur Entwicklung der Methodenkompetenz ein (vgl. Kap. I, 1.2.2.).

Medienkompetenz
Ein neuer Computerraum ist entsprechend der in der Arbeitsgruppe entwickelten Kriterien eingerichtet und mit einem speziellen pädagogischen Netz versehen worden.
Seit Oktober 2005 wird der mit 15 Schülerarbeitsplätzen ausgestattete Raum nicht nur für das Fach Informatik, sondern zunehmend auch für den Untericht in anderen Fächern genutzt. Diese Entwicklung wird im laufenden Schuljahr verstärkt durch Zusammenarbeit in den Fachkonferenzen, unterstützt durch die Administratoren.
Notwendige und gewünschte Fortbildungsmaßnahmen einzelner Kolleginnen und Kollegen oder auch von Fachschaften werden in die Fortbildungsplanungen aufgenommen.

Konfliktbewältigung und Streitschlichtung
Nach Beschluss der Schulkonferenz soll das Streitschlichtungsmodell an unserer Schule eingerichtet werden. Interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 werden im Laufe des Schuljahres (Beginn: 2005) zu Streitschlichtern ausgebildet.

1.2 Weitere Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit

Verstärkt ins Zentrum der Schulentwicklung gerückt ist in den letzten drei Jahren die Erziehungsarbeit.
Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler entwickelten eine Schulvereinbarung, die die gemeinsame Verantwortung für ein Lernen und Zusammenleben in der Schule betont und die Rechte und Pflichten jedes Einzelnen beschreibt.
Unser Konzept zum Sozialen Lernen beginnt in der Klasse 5 und wird durch die Schulsozialpädagogin unterstützt (vgl. Schuldarstellung, Kap. I, 1.1.3)
Zur Stärkung der Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler haben wir seit Oktober 2005 das Trainingsraumkonzept für die Klassen 5 bis 7 umgesetzt (vg. Schuldarstellung, Kap. I, 1.1.2).

1.3 Fortbildung
Schulinterne Fortbildungsveranstaltungen unterstützen die geschilderten Entwicklungen im Rahmen der Erziehungsarbeit (Umgang mit schwierigen Schülern, die Wichtigkeit Grenzen zu setzen) und der Schwerpunkte der unterrichtlichen Arbeit (Förderung der Methodenkompetenz, Einsatz neuer Medien im Untericht, Förderung der Lese- und Rechtschreibfähigkeit von Schülerinnen und Schülern).

Die Teilnahme einzelner Lehrerinnen und Lehrer an externen Fortbildungsangeboten diente der Weiterentwicklung einzelner Projekte der schulischen Arbeit, so z.B. der Gesundheitserziehung und des Trainingsraumkonzeptes. Die Qualitätsentwicklung und -sicherung der unterrichtlichen Arbeit bildete den Hintergrund für andere wahrgenommene Fortbildungsangebote, so z. B. zur Umsetzung der Kenlernpläne in die schuleigenen Lehrpläne.

II. Entwicklungsziele

Als Realschule der Stadt Ennigerloh sehen wir unser oberstes Entwicklungsziel darin, unsere Schülerinnen und Schüler auf die sich ständig verändernden Lebens- und Lernsituationen vorzubereiten und sie mit den notwendigen Qualifikationen zur Zukunfsbewältigung auszustatten, damit sie auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorbereitet sind und diese mitgestalten können.

Die Weiterführung der im bisherigen Schulprogramm eingeleiteten Entwicklungsprozesse (vgl. Schuldarstellung und Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit) stellt für uns einen Bereich von Aufgabenschwerpunkten bis zum Jahr 2008 dar. Dazu gehört auch die Einrichtung des Streitschlichtungskonzeptes, mit dem im Verlauf dieses Schuljahres begonnen wird.

Bereits gefasste und noch zu fassende Beschlüsse zum geregelten Umgang miteinander innerhalb und außerhalb des Unterrichts werden in eine neu zu erarbeitende Schulordnung einfließen, die Anlage der Schulvereinbarung werden soll.

Entscheidende Qualitätsverbesserungen schulischer Arbeit werden durch den Unterricht erzielt. So wird die Unterichtsentwicklung einen wesentlichen Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit in den nächsten drei Jahren darstellen.

         

  • Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen sollen in die Arbeit an den schulinternen Lehrplänen und in die Zusammenarbeit der Fachkollegen einfließen und zur gezielten individuellen Förderung und Beratung von Schülerinnen und Schülern genutzt werden.
  • Die Sichtung der unterschiedlichsten Förderangebote unserer Schule wird eingehen in ein Förderkonzept, das bis zum Ende des Schuljahres 2005/2006 erstellt wird.
  • In der methodischen Arbeit sollen die Schülerinnen und Schüler verstärkt lernen, Problemstellungen und Aufgaben im Team zu bewältigen und so die Teamarbeit als unterstützende und innovative Kraft kennen lernen und anwenden.

Weitere Möglichkeiten des PC-Einsatzes im Unterricht (PCs in den Klassen und flexibel einsetzbare Notebooks) werden abgeklärt und in die Wege geleitet.

Seit dem Schuljahr 2004/2005 arbeitet unsere Schule als Korrespondenzschule mit anderen Korrespondenzschulen und Modellschulen des Modellprojekts “Selbstständige Schulen” zusammen. Ein gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der Qualität von Unterricht, was auch unsere oben beschriebene Unterrichtsentwicklung beeinflusst.

Die Modell- und Korrespondenzschulen entwickeln im Rahmen der Errichtung einer regionalen Bildungslandschaft in gemeinsamen Projekten Konzepte, um die Übergänge zwischen den einzelnen Schulformen zu erleichtern.
Als Realschule in Ennigeloh bedeutet das für uns zum einen eine Weiterentwicklung unserer Zusammenarbeit mit den Grundschulen Ennigerlohs, der Ortsteile und der Grundschulen Neubeckums, um die Kinder auf die Mitarbeit in de Erprobungsstufe vorzubereiten.
Zum anderen gilt es, gemeinsam mit den Berufskollegs in der Region die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 zu unterstützen mit dem Ziel, dass sie erfolgreich in den Klassen der Berufskollegs mitarbeiten können.

Ein weiteres Ziel, die Entwicklung eines systematischen Konzepts zur schulinternen Evaluation (Selbstevaluation), wird im Kapitel V “Planungen zur Evaluation” beschrieben.

III. Arbeitspläne

Abgestimmt auf die Entwicklungsziele sind bzw. werden zur Umsetzung mittelfristiger Ziele in den einzelnen Vorhaben für die nächsten zwei Jahre Handlungs- und Planungsschritte vorgesehen.
Einigung besteht jeweils darüber, welche konkreten Vorhaben mit den jeweiligen Zielen von welchen Arbeitsgruppen/ Personen bis zu welchem Zeitpunkt umgesetzt werden sollen.
Die Planung der einzelnen Arbeitsschritte gemäß einem zeitlichen Ablaufplan erfolgt zur Zeit.  

     

  • Streitschlichtungskonzept
  • Unterrichtsentwicklung
    Förderkonzept
    Überarbeitung der schulinternen Lehrpläne in den Fächern D, M, E
    Methodenkompetenz: Teamarbeit
  • Übergänge von und zu anderen Schulformen
  • Selbstevaluation

IV. Fortbildungsplanung

Die Fortbildungsplanung unserer Schule orientiert sich an den im Schulprogramm formulierten Entwicklungszielen und damit den Anforderungen, die sich aus den Arbeitsplänen ergeben, sowie den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Kollegiumsmitglieder. Aus dem Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit ergeben sich ebenso einzelne Schwerpunkte von Fortbildungsangeboten bzw. -maßnahmen.

Gemeinsam sind im Kollegium die Themen für die im Bericht über die bisherige Schulentwicklungsarbeit genannten schulinternen Fortbildungen festgelegt worden.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2005/06 befinden wir uns in der Situation, die weiteren gemeinsamen und individuellen Fortbildungsschwerpunkte für zumindest die nächsten zwei Jahre zu planen. Mit Hilfe eines systematischen Fragebogens wird der Unterstützungs- und Fortbildungsbedarf der einzelnen Lehrerinnen und Lehrer eruiert. Es gilt dann gemeinsam Prioritäten zu setzen auf dem Hindergrund der notwendigen Fortbildungen im Sinne des Schulprogramms vor allem in Bereichen der Unterrichtsentwicklung.

Wie bisher legen wir auch in Zukunft großen Wert auf eine intensive Vorbereitung der schulinternen Veranstaltungen. Mit den Moderatorinnen und Moderatoren werden im Vorfeld Gespräche geführt, um die Erwartungen des Kollegiums mit dem Angebot optimal abstimmen zu können.

Die Umsetzung der Ergebnisse der Fortbildungen in die schulische Erziehungs- und Unterrichtsarbeit wurde und wird jeweils in einem Arbeitsplan festgelegt und nach einem vereinbarten Zeitpunkt im Rahmen einer Bilanzkonferenz evaluiert.

V. Planung zur Evaluation

Evaluationsaktivitäten bezogen sich an unserer Schule bisher auf einzelne Bestandteile und Schwerpunkte des Schulprogramms, wie im Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit beschrieben. Einzelne Kolleginnen und Kollegen nutzten darüber hinaus Möglichkeiten des Schülerfeedbacks, um ihre eigene Unterrichtsarbeit einer Reflexion unterziehen und die Qualität ihres Unterrichts verbessern zu können.
Besondere Projekte wie die Woche des freundlichen Miteinanders wurden durch Fragebogen von Schülerinnen und Schüler sowie von Kolleginnen und Kollegen evaluiert.

Ebenso erhielt die Schulleiterin durch einen Feedbackbogen zur Evaluation ihrer Arbeit Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Zusammenarbeit zwischen Schulleitern und Kollegium zu optimieren.

Diese Ansätze gilt es zu bündeln, zu systematisieren und so ein Konzept zur schulinternen Evaluation (Selbstevaluation) zu entwickeln, wobei die folgenden Punkte wichtig sind:  

     

  • Auch weiterhin stehen für uns Evaluationsprojekte im Vordergrund, deren Nutzen für die unterrichtliche und schulische Planung erkennbar gegeben ist.
  • Einschätzungen der Elternschaft über die schulische Arbeit (Elternfeedback) sollen in Zukunft verstärkt eingeplant und in das Konzept integriert werden.
  • Bedingungen der schulexternen Evaluation bzw. der geplanten Schulinspektion sollen ebenso Berücksichtigung finden.

Zur Realisierung dieser Planung werden wir externe Unterstützung durch Moderatorinnen und Moderatoren der Bezirksregierung benötigen, um Kolleginnen und Kollegen für die Arbeit an Evaluationsvorhaben zu qualifizieren.