“Fair Future” - Der Ökologische Fußabdruck

Am Freitag, dem 16.November 2012 startete um 8 Uhr die erste der 3 Unterrichtsveranstaltungen für die Schülerinnen und Schüler derKlassen 7 bis 10 von der Anne-Frank-Hauptschule und der Realschule zur Windmühle in der Aula der Realschule. Initiert und gebucht hatte diese Multivisionsschau die Schulsozialarbeiterin beider Schulen Frau Hahn. Der Förderverein der Realschule sponserte die Veranstaltung für die Realschüler.

Zunächst führte der Moderator Björn Wiehle die Schülerinnen und Schüler in das Thema ein, dann folgte ein Quiz, bevor die Multivisionsschau begann.
Der Ökologische Fußabdruck ist eine wissenschaftliche Methode zur Messung des Umweltverbrauchs, die 1992 von den Forschern Mathis Wackernagel und Professor William E. Rees entwickelt wurde. Sie wollten nachforschen, ob die Erde überhaupt noch ausreicht, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Um eine Antwort auf diese komplexe Frage zu bekommen, brauchten sie zuerst eine einheitliche Maßeinheit, mit der sie ausdrücken konnten, welche Ressourcen unsere Erde zur Verfügung stellt und wie viele wir davon verbrauchen. Sie wählten die Fläche, welche sie mit der Einheit globale Hektar ausdrückten. Denn egal was wir essen oder bauen wollen, wir brauchen dafür eine bestimmte Fläche.
Eine Fläche kann aber nicht nur Ressourcen hervorbringen, sondern auch Abfall aufnehmen. Pflanzen, besonders Bäume, speichern CO2 und können kompostierbare Abfälle als Nahrung verwerten. Wir können diese Flächen in einem bestimmten Maße verbrauchen, denn sie regenerieren sich wieder.
Bei der Regenerationsfähigkeit und dem Ertrag sind jedoch nicht alle Flächen gleich. Steppe ist nicht so fruchtbar wie Regenwald. Daher brauchen wir für diese verschiedenen Flächen einen Durchschnittswert.
Das bedeutet, dass jeder Mensch 1,4 gha zur Verfügung hat, um seinen täglichen Bedarf zu decken und seinen Müll zu absorbieren. Aber der tatsächliche Verbrauch liegt weltweit bei 2,7 gha pro Kopf (Living Planet Report 2012). Wir verbrauchen also mehr Ressourcen als die Erde produzieren kann.
Der Verbrauch ist aber nicht überall gleich. Die reichen Länder beanspruchen mehr Ressourcen als ihnen durchschnittlich zustehen. In Deutschland liegt der Durchschnittswert bei 4,6 gha, d.h. wir haben einen zu großen ökologischen Fußabdruck.

Im letzten Teil der Veranstaltung war Zeit für Fragen und eine Diskussionrunde.
Als Fazit aus der Veranstaltung lässt sich mitnehmen:
Gemeisam sollten wir Lösungen entwickeln, um unsere Lebensweise zu ändern und damit unseren Ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Ein jeder muss sich fragen, was kann er selber tun, damit es auf der Welt gerechter zugeht?

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