Essstörungen sind keine Lappalie

Am Mittwoch, dem 24.09.08 fand um 19.30 Uhr ein Elternabend zu den Thema “Essstörungen” in der Aula der Realschule statt. Frau Rennefeld, Referentin von der Frauenberatungsstelle in Beckum, informierte die Eltern zu folgenden drei Fragestellungen:

1.) Was sind Esstörungen und wie erkenne ich sie?
2.) Was sind mögliche Ursachen?
3.) Was kann man tun? Wie können Behandlungswege aussehen? 
 
Ess-Störungen sind schwerwiegende Krankheiten, die überwiegend im Schulalter beginnen. Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen, wobei Mischformen am häufigsten sind und die Übergänge gleitend sind. Magersucht, Bulimie und Binge Eating sind die am häufigsten vorkommenden Essstörungen. Vor allem in der Zeit der Pubertät, besteht eine große Gefahr, eine Essstörung zu entwickeln.
Zentral ist für alle Esssüchtigen die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema „Essen“. Sie betrifft die Nahrungsaufnahme oder deren Verweigerung und hängt mit seelischen Störungen und mit der Einstellung zum eigenen Körper zusammen. Die Übergänge zwischen „normal“ und „krankhaft“ sind von vielen Faktoren abhängig. Wenn die Störung zwanghaft ist, spricht man von Sucht oder Abhängigkeit.
Um Essstörungen zu verhindern ist es wichtig, Mädchen und Jungen zu stärken und ihnen ein Gefühl für ihre eigenen Fähigkeiten und Talente zu geben. Die Entwicklung eines natürlichen Gefühls für Hunger und Sättigung sollte unterstützt werden. Ebenso wichtig ist es ihnen ein positives Gefühl für ihren Körper zu vermitteln.  Mädchen und Jungen sollen lernen, das herrschende Schönheitsideal zu hinterfragen und ein kritisches Medienbewusstsein zu entwickeln. Ein positives Körpergefühl kann u.a. der Entstehung von Essstörungen vorbeugen.

Frau Rennefeld hat versucht, den Eltern einen kleinen Überblick und auch Einblick über und in mögliche Hintergründe einer Essstörung aufzuzeigen. Es ist wichtig zu verstehen, dass eine Essstörung ein “Symptom” darstellt, eine Bewältigungsstrategie zur Lösung tiefgreifender Probleme. Welche diese genau sind, kann nicht pauschal gesagt werden, da diese Probleme ebenso individuell, wie die Betroffenen selbst sind.
 

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